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Aronia melanocarpa - Die Schwarze Apfelbeere


Die Schwarze Apfelbeere oder botanisch Aronia melanocarpa ist ein ganz besonderes Wildobstgehölz. Sie bietet Vögeln und Menschen Beeren die gesund und nahrhaft sind. Bereits im September können die schwarzen Beeren geerntet werden. Sie sitzen in lockeren Dolden zu zehn oder zwölf Beeren am Strauch. Bereits im dritten Standjahr kann die erste Ernte erfolgen. Man kann die Beeren auch bis nach dem Frost hängen lassen, damit sich die eingelagerten Reservestoffe in Zucker umwandeln und die Beeren dadurch einen lieblicheren Geschmack bekommen. Ihren wertvollen Inhaltsstoffen kann der Frost nichts anhaben.

Ursprünglich kommt Aronia aus dem östlichen Nordamerika, wo die Früchte von den dort ansässigen Indianern getrocknet wurden und somit lange haltbar waren. Sie wurden auf Grund ihrer Inhaltsstoffe auch zu medizinischen Zwecken genutzt. Auch heute noch wird in den USA Aronia angebaut, allerdings in weitaus geringerem Masse als in Russland. Auf jeden Fall sind sie noch ein Teil der natürlichen Vegetation und werden von Wildtieren wie Kleinsäugern und Vögeln gerne gefressen.

Der Geschmack der Apfelbeeren ist herb, da sie einen hohen Anteil an Gerbstoffen enthalten. Die Früchte eignen sich am Besten zur Herstellung von Säften und Gelees. Neben den erwähnten Gerbstoffen enthält Aronia Vitamine und Antioxydantien und gehört somit zu den Anti-Aging-Pflanzen. Besonders ihre blutdrucksenkende und gefäßstabilisierende Eigenschaft macht die schwarze Apfelbeere so wertvoll. Dafür Verantwortlich ist das Flavonoid Rutin, welches unter anderem zur Herstellung des gefäßstabilisierenden Medikamentes Ascorutin verwendet wird.
Die Schwarze Apfelbeere ist bei uns absolut winterhart und neben den vielen guten Eigenschaften der Beeren auch ein dekoratives Gehölz mit einer schönen Herbstfärbung. Im Oktober leuchten die blutroten Blätter am schwarzen Holz, welches ein Blickfang in jedem Garten ist. Die Blüten sind ebenfalls eine Augenweide. Im Mai erscheinen weiße Blütendolden, die von vielen Insekten angeflogen werden und ihnen reichlich Nahrung spenden. Der Blütenduft ist weich und dezent, ohne aufdringlich zu sein.

                      Aronia melanocarpa

Herkunft der Apfelbeere


Die Wildform der Apfelbeere kommt aus dem östlichen Nordamerika und wächst dort auf feuchten, anmoorigen Böden. Die Pflanzen sind allerdings nicht sehr anspruchsvoll und auch in trockenen Bereichen zu finden.

Die Ojibwe-Indianer trockneten die Früchte der Aronia Pflanzen und verarbeiteten sie mit Fleisch und Fett zu Pemmikan, welches für sie als Wintervorrat überlebenswichtig war. Der Botanische Name Aronia leitet sich vom griechischen aria ab und heißt übersetzt Mehlbeere. Der Artname melanocarpa bedeutet schwarzfrüchtig.

In den 20er Jahren des 20sten Jahrhunderts wurde Aronia melanocarpa in die ehemalige UdSSR eingeführt und es erfolgten Anbauversuche im Altaigebiet. Die Russen waren angetan von der leichten Kultivierung und betrieben fortan den Anbau der Apfelbeere im größeren Stil. Seit den 70er Jahren wird in Skandinavien, Tschechien und der ehemaligen DDR Aroniabanbau betrieben und neue Sorten gezüchtet. In dieser Zeit entwickelten sich unter anderem die Aronia Sorten 'Nero' und 'Viking'. Diese sind der ursprünglichen Aronia am ähnlichsten, entwickeln aber etwas größere Früchte als diese. Für den Garten sind die Sorten alle zu empfehlen, haben sich doch die anpassungsfähigen und robusten Eigenschaften erhalten.



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